07.01.2014 - Ein Tag in der Kaiserstadt Hue

Nach einer erhohlsammen Nacht in dem luxurioesen Nachtbus erreichten wir um 5.15 Uhr die Stadt Hue. Durch den Busfahrer, der uns in der Pampa Naehe Hue herausgeschmissen, versuchten wir auf einer dunklen schwach befahrenden Strasse ohne Vietnamesischkenntisse in die Stadt zu gelangen.

 

Der Busfahrer aeusserte nur sinngemaess mit winkenden Armen: “ Dort entlang”. Wir gingen dort entlang, konnten aber weder ein Bushaltestelle noch ein Hinweisschild auf die Stadt Hue in Erfahrung bringen. Ploetzlich umzingelten uns mehrere Mopedfahrer! Gelassen und in voller Tiefenentspannung fragten wir was los sei. Durch mangelnde Sprachkenntisse verstanden wir dann nach einigen Zeit das es nur “Taxis” sind, die uns in die Innenstadt bringen wollten. Aber nicht mit uns. Nach einer langen Diskussion in Sprachen, die beide Parteien nicht verstanden, erschien ein alter Mann. Er hielt ein Kaffee in der Hand und nahm uns mit in sein Stuebchen. Dort sitzend erkannten wir dann ein kleines Bushaltestellenschild. Gegen 6 trudelte dann ein kleiner Bus ein. Wir, mit vollem Gepaeck, stiegen dann in das kleine Buesslein ein und wurden laechelnd von den anderen angeschaut – kein Wunder, der grosse Rob sitzt auf dem Boden und die kleinen Einheimischen auf den Sitzen

Nach einer Stunde erreichten wir dann Hue. Kurz ins Hotel eingecheckt fuehrte uns der Forschergeist gleich in die alten kaiserlichen Gebilde der ehemaligen Kaiserstadt. Beigeistert von der wunderbaren Anlage und schockiert von dem zerstoererischen Ausmass des Vietnamkrieges waren wir mit der Erkundung gegen 12 Uhr fertig.

 

Im Anschluss versuchten wir den Tag weiterhin sinnvoll zu nutzen und suchten eine Pagode. Trotz der Unterstuetzung von Google war es jedoch nicht moeglich. Unsere einzige Erklaerung war es, dass diese wohl durch 1000 Vietnamesen innerhalb von kurzer Zeit zu einen anderen Ort verbracht worden sein muss. Eine andere Moeglichkeit kann nicht vorhanden sein, denn durch unsere Groesse ist es fuer uns ein leichtes die Stadt zu ueberschauen. Die vielseitige Wissensaufnahme und die langen Erkundungswege machten uns sehr hungrig. Somit kehrten wir in ein wunderschoenes edles schwimmenden Restaurant ein. Unmittelbar, nachdem wir den Platz eingenommen hatte, die Karte in die Hand nahmen schauten wir in unsere Geldboersen und stellten erschreckend fest, es gibt nur ein kleines Essen. Flo erhielt eine kleine Garnele, die er bereits mit einem Biss verschlunge hatte. Rob hingegen erhielt ein kleinen Teller mit etwas Gemuese und Schrimps. Lachend schauten wir uns an und vermissten die guten Portionen der Hausmannskost. Mit knurrenden Maeger verliesen wir das Restaurant und begaben uns fuer ein Mittagsschlaefchen in das Hotel. Nach dem wiederaufladen unserer Baterien entschlossen wir uns eine Bar fuer ein Bierchen zu suchen. Denn wer viel unternimmt, darf auch eine kleine Erfrischung zu sich nehmen. Waehrend der Suche fanden wir einen langen beleuchteten Eingang mit sehr viel Sicherheitspersonal und lauter schraeger vietnamesicher Musik. Der Drang zur kuehlen Erfrischung zog uns wie ein Magnet in diese Lokalitaet. Jedoch wurden wir von dem Sicherheitspersonal abgeblockt. Wir schauten uns an und fragten uns, wie kann das sein. Wir wollten doch nur ein Getraenk zu uns nehmen. Nach langer Diskussion mit starken Argumentationsaustausch wurden wir doch in den Club gelassen. Hereingefuehrt von 2 Sicherheitsleuten nahmen wir an einem Tisch mit einem persoenlichen Buttler platz. Mit rasender Geschwindigkeit brachten diese uns das Getraenk und fuellten staendig die kleine 0,3 l Dose in ein dafuer groessenmaessig angepasstes Behaeltnis. Durch dauerhafte, wohl nicht positive gestimmte, Blicke des “Clubinhabers” verliessen wir nach einem Bier erneut die Lokalitaet. Denn anscheint waren wir nicht erwuescht. Soviel zu “Weltoffenheit” Vor dem Club wurden wir von zwei Mopedtaxis aufgegriffen und in eine andere Bar verbracht. Nachdem wir dort noch ein Bierchen getrunken hatten, verliessen wir relative zeitig die Bar und bagaben uns in das Hotel zum schlafen.

10.1.14 12:47, kommentieren

06.01.2013 – von Cat Ba nach Hue in 16 Stunden

Nachdem wir Cat Ba ausfuehrlich erkundet hatten, heisst es nun die schoene Insel zu verlassen und weiterzureisen. Das naechste Ziel ist Hue und liegt ca. 900km weiter suedlich. Na das wird ein Ritt…. Damit das etwas entspannter wird, wollen wir ab Hai Phong mit einem Schlafbus weiterreisen.

Gegen 14:00 ging es dann mit dem Schnellboot vom Cat Baer Hafen nach Hai Phong. Ich hatte erst gedacht, vielleicht ist es ja ein modernes Schnellboot….

 

Ich wurde schnell eines besseren belehrt. Auch bei der Platzausnutzung war es das gewohnte Spiel. Egal wieviele Tickets verkauft wurden und wieviel Gepaeck jeder mit hat, es passt alles ins Boot. So war es auch nicht verwunderlich, dass der Zwischengang als Platzreserve genutzt wurde und dort noch Stuehle hingestellt wurden, auf denen die letzten Passagiere einen Platz fanden. Die Fahrt an sich war uberraschenderweise unspektakulaer. Alles verlief sehr ruhig und auf Grund des Nebels, konnte man auch nicht wirklich die Aussicht geniessen.

Achso das Beste hab ich fast vergessen. Beim Einsteigen gab es natuerlich auch ein Gelaender. Man stelle sich vor vom Kai aufs Boot lag eine schmale Holzbohle, das Boot wackelt noch ein wenig hin und her. Da moechte man beim Einsteigen schon gern etwas zim festhalten haben. Kein Problem. Das Boot, eine Bambusstange und ein freundlicher Vietnamese reichen da voellig aus. Gehalten vom Vietnamesen wird die Bambusstange auf das wackelnde Boot gelegt und fertig ist das Gelaender :D Es rutscht zwar etwas hin und her, aber es gibt ein Gelaender….

 

Als wir dann in Hai Phong waren, sind wir erstmal ein paar Meter weg vom Hafen um den fliegendern Haendlern zu entkommen. Wir wollten uns auch erstmal orientieren, wo wir sind und wo denn der Busbahnhof ist. Aber auch da wurden wir von 2 Vietnamesen angesprochen, die uns auch gleich anboten mit Ihnen auf ihren Mopeds zum gewuenschten Bahnhof zu fahren. Wir guckten uns kurz an, ueberlegten…. Ach was solls.... Also haben wir unsere Rucksaecke aufgesattelt und uns auf die Mopeds gesetzt. Links, rechts, huppen, huppen, wieder rechts, bremsen, links, huppen…. So ging es dann zum gewuenschten Bahnhof. Dort angekommen, halfen unsere Fahrer uns auch den gewuenschten Bus zu finden. Nach ein bisschen rumfragen, sollten wir dann wieder ganz schnell aufsteigen. Hmmm…. Na gut. Aber so ganz war uns nicht klar, warum. Waren wir doch am falschen Busbahnhof? Denn Hue stand zumindest auf keiner Tafel…. Also wider links, links, rechts, huppen, huppen…. Usw. Durch die Stadt. Nach ein paar Fahrminuten huppten unsere Fahrer einen Bus an. Waehrend der Fahrt haben sie dem Busfahrer unterhalten und klar gemacht, dass wir in den Bus wollen. Zumindest sagten Sie uns, das der Bus nach Hue faehrt… Nach ein paar weiteren Minuten fanden wir auch einen geeigneten Umsteigeplatz. Unsere Mopedfahrer wollten auf einmal noch den doppelten Preis. Den gab es nicht. Der Busfahrer wollte auch 800.000 Dong pro Person haben. Viel zu teuer. Nach ein wenig Verhandeln und einen kleinen Hinweis auf das Schild an der Bustuer (wo der Preis von Hai Phong nach Da Nang -etwas weiter suedlich als Hue- stand….naemlich 410.000 Dong pro Person), sind wir dann in den Bus eingestiegen. Der Preis war dann auch 400.000 Dong pro Person. Das ging jetzt aufeinmal alles sehr schnell. Naja. Als naechstes stellte sich dann noch die Frage: Haben wir denn jetzt genug Geld bei? Alle Taschen durchsucht und ja, es reicht genau. Gut das wir jetzt eine 14Std. Busfahrt vor uns haben, noch ne halbvolle Literflasche Wasser, etwas Obst und Bargeld mehr haben...

 

Nach 4 Std. gab es an einer “Raststelle” auch etwas zu essen. Natuerlich war kein Bankautomat in der Naehe. Nachdem wir schon fast genoetigt wurden uns zu setzen, haben wir auch was gegessen. Zum Glueck stellte sich dann raus, dass das Essen im Busticket mit inbegriffen ist. Jehaaa… Jetzt sind es ja nur noch 10 Stunden fahrt in Schlafkojen, die auf Vietnamesen ausgelegt sind, der Busfahrer jede Bodenwelle mit Vollspeed mitnimmt und sich huppend durch den Verkehr schlaengelt. Na dann mal eine gute Nacht.

10.1.14 12:51, kommentieren

05.01.2014 - Easy Rider

Am 5.1. befanden wir uns auf der kleinen trauhaften Insel Cat Ba. Nach langer Zeit konnten wir ausschlafen. Voller frischer Energie haben wir uns dazu ueberwunden ab heute jeden Zweiten Tag Sport zu treiben. Diese Idee entsprang einen Abend vorher. Wie auch immer wir auf das Thema Sport gekommen sind, hat Flo in Folge eines Bieres von Energie getraeumt und wollte jeden Zweiten Tag Sport machen. Robert lachte ihn aus und sagte, dass er doch seit Jahren kein Sport gemacht hab. In Rahmen von Flos Jugendlichen Leichtsinn versprach er bei Nichtteilnahme am sportlichen Morgenprogramm eine Flasche Havanna – diesen Tag wird er sicher noch bereuen Nach einer lockeren Joggingrunde von 3 Km und kleine Kraftuebungen erreichten wir das Hotel gegen 8 Uhr am morgen. Frisch geduscht ging es zum Fruehstueck. Dort entschlossen wir uns durch eine kleine Wandertour den Berg zu erforschen. Nach dem Verlassen des Hotels gingen wir 20 Meter den Berg hoch, sahen eine paar Mopedfahrer. Wir schauten uns an und sagten, na eigentlich haben wir ja genug Sport gemacht. Ohne weitere Worte nahmen wir uns ein kleines Moped und beschleunigten unsere kleine Wanderung mit Hilfe moderner Hilfsmittel. Unser ersten Ziel stellte das Fort Cannon.

Eine alte Festung auf einem Berg, die gute Dienste im Vietnamkrieg lieferte, um Schiffe der ueberlegenden Kriegsmacht der USA zu zerstoeren. Beeindruckt von der cleverness der kleinen Vietnamesen schwingten wir uns wieder auf das verkehrssichere Moped und fuhren in die Richtung eines im Felsen erbauten Krankenhaus.

Dieses diente im Vietnamkrieg zur bombensicheren Versorgung von Vietnamesischen Truppen. Denn dieses in einem Berg erbautes 3 Stoeckiges Krankenhaus war gegen Bombenangriffen gut geschuetzt. Ueberwaeltigt von der architektonischen Meisterleistung ging Flo in seiner Materie auf. Die Kamera lief die dauerhaftes betaetigen des Ausloesers fast heiss. Nach der historischen und architektonischen Informationsaufnahme mithilfe des Guides ging die Fahrt weiter. Nur wohin? Wir hatten die Wahl zwischen einer Wanderung im Nationalpark oder einer Bootsfahrt zu einer kleinen Kueste. Nur hatten wir bereits vollgetankte Hochleistungsmaschienen fuer den ganzen Tag zur Verfuegung. Somit haben wir dann mit Vollgas die Insel umfahren (60 km/h), entspannten an einem traumhaften leeren Strand und waren dann gegen 17 Uhr zurueck im Hotel.

Zum verfestigen der gewonnenen Eindruecke goennten wir uns ein leckeres Abendessen und ein gekuehltes Bier und begaben uns fruehzeitig ins Bett.

1 Kommentar 8.1.14 16:25, kommentieren

04.01.2014 – Auf nach Cat Ba

03.01.2014 – Auf nach Cat Ba Morgens wurden wir direkt von unserem Hotel abgeholt und die Bustour nach Ha-Long geht los. Zwischendrin gab es eine kleine Pause. Dort sollten die Touristen wohl wieder ordentlich einkaufen, von Teppichen uber Gemaelde und Statuen bis hin zu Anzuegen. Wir kaufen dann mal nichts.

Nach gut 4 Std fahrt sind wir in Ha Long angekommen. Wir wurden auch gleich angesprochen, ob wir denn schon eine Bootstour haben. Natuerlich wurden uns diese immer zu einem super Preis angeboten… Erstaunlicherweise sank der Preis von Haendler zu Haendler. Es waren eh Touren mit Uebernachtung und kein reiner Transfer auf die Insel. Es hiess auch immer, es gibt keinen Transer von Ha Long auf die Cat Ba Insel. Erstmal Mittagessen…. Inzwischen haben wir rausgefunden, dass wir zu einem 10km entfernten Hafen muessen und von dort setzt dann eine Faehre zur Cat Ba Insel ueber. Rein ins Taxi… Nach ca. 30min Wartezeit kam dann auch die Faehre…. Eines der “neuesten” Schiffe

Die 1stuendige-Ueberfahrt war dann unproblematisch und sehr entspannt. Immer wieder tauchten im Dunst vor uns neue Karstinseln auf. Sehr beeindruckend.



Einmal auf der Insel angekommen war es dann auch ganz einfach vom Hafen nach Cat Ba Stadt zu kommen. Es wartete schon der einzige Bus auf uns. Hat ja, wie erwartet, alles gut geklappt.

8.1.14 16:11, kommentieren

03.01.2014 – Der 2. Tag in Hanoi

Nachdem wir gestern auf den Spuren von Ho Chi Minh waren, wollen wir uns heute mal das Alte Hanoi anschauen. Also auf durch das getuemmel und ab in die Altstadt.


In den Strassen und Gassen der Altstadt kann so ziemlich alles kaufen, was das Herz begehrt. Es faengt an bei frischem Obst und Gemuese, Fleisch, Fisch, Schuhe, Taschen, Jacken, Fernseher, Tische, Stuehle, Fliesen, Steine, Fenster, und Grosskuechenausstattung…. Und alles ist in kleinen Laeden mit einer strassenfront von max.6m zu finden. Transportiert wird hier auch alles auf Motoraedern. Immer wieder interessant, was man so alles auf ein Moped laden kann… Nachdem wir den Weg durch die Altstadt gefunden haben, tauchte vor uns der Hoan-Kiem-See auf. Dieser mitten in der Stadt gelegene See, beherbergt auf einer Insel den Ngoc-Son-Tempel. Dieser ist gleich drei vietnamesischen Persoenlichkeiten (einem Gelehrtem, einem General und dem Schutzheiligen der Aerzte).

Zum Abschluss sind wir noch kurz durch den Nha-Tho-Bezirk, der der Altstadt sehr aehnlich war. Zurueck am See, sind wir auf die Terrasse eines Kaffees und haben den Ausblick beim Essen genossen


Morgen geht es dann weiter nach Cat Ba. Nur wie? Also auf zur Touristeninformation und mal nachfragen. Dort hat man uns gleich eine 2-tages Tour mit Uebernachtung auf einem Schiff und Ruecktour nach Hanoi angeboten. Das ist aber nichts fuer uns. Nach ein wenig Diskussion haben wir eine Bustour nach Ha-Long gebucht. Den restlichen Weg werden wir schon irgendwie schaffen….

8.1.14 15:54, kommentieren