14.01.2014 - Auf den Spuren des Vietnamkriegs

Der ursprüngliche Plan war die Weiterreise zu den Con Dao Inseln, im Süden. Der enge Zeitplan nach Nha Trang und die lange An-und Abreise zu den Inseln lassen dies leider nicht zu. Plan B: Zurück nach Ho Chi Minh und die Tunnelanlagen der Vietkong erkunden. Um 8:00 ging es in einem Reisebus zu den Tunnelanlagen nach Cuchi. Während der Fahrt betreute uns eine Guide, ein kleiner Spaßvogel, der uns während der Fahrt immerwider mit interessanten Informationen unseren Wissensdurst stillte. Z.Bsp umfasst das gesamte Tunnelsystem ca 250km, davon konnten die Amerikaner nur 50km zerstören. Die verbleibenden 200km sind heute überwiegen noch in Takt. Das Tunnelsystem beherbergte Versammlungsräume, Munitionslager, Waffenproduktion, Vorrats- und Schlafräume und Lazarette. Aufgeteilt in 3 Etagen wurden die Räume durch max 80x60cm große Tunnel verbunden. Nach gut 2Stunden fahrt sind wir bei den öffentlich zugänglichen Tunneln angekommen. Nur wir hatten hier ein kleines Problem. Da in Ho Chi Minh die Geldautomaten nicht funktionierten, mussten wir unterwegs noch an einen Automaten. fragen wir mal unseren Guide.. Hier gibt es keinen. Hmmm, und was nun? Unser freundlicher Guide hatte auch gleich ne Lösung parat: Wir sagen ihm wo wir wohnen und er gibt uns soviel wir brauchen. Das ist doch mal ein Deal Jetzt, wo wir wieder flüssig sind, kann es weiter gehen. Immerwider faszinierend, wie einfach manche Dinge hier gehen. Als erstes wurden uns ein paar Eingänge und Gucklöcher gezeigt BILD Einige Fallen BILD Bombenkrater BILD Und dann ging es erstmal an den Schießstand. AK47 und M60 ausgesucht und ein paar Patronen gekauft. Schon erstaunlich was man hier alles machen kann. Die Waffen waren vorne am Lauf befestigt, so dass sich keiner verletzen oder andere verletzten kann. Vor einem riesigem Sandhaufen gab es ein paar Zielscheiben, die direkt anvisiert wurden. Nach jeweils 5 Schuss mit der AK47 und dem M60 war der Spaß auch schon vorbei. Es war schon sehr beeindruckend, was die Waffen für ein Rückstoß haben und was sie für einen Krach machen. BILD Jetzt ging es zum eigentlichen Ziel, dem Eingang zur Tunnelanlage. Ein bisschen Schade war es schon, dass diese Tunnel für die Touristen etwas vergrößert wurden, aber dennoch waren sie sehr klein. Man hat einen guten Eindruck bekommen, wie sich die Vietkongs darin fortbewegt haben und die Amerikaner ihre Schwierigkeiten haben mussten. BILD Als Finale gab es noch einen Film, man könnte es schon fast einen Propagandafilm nennen. Am Anfang wurde die Schönheit und das friedliche Leben rund um Cuchi angepriesen. Nicht zu vergessen das fruchtbare Land. Break. "Die Amerikaner wollten dieses schöne Stück Land einfach nur zerstören". Nebenbei wurden Kurzgeschichten von "American-Killer-Heros" erzählt, sowohl Männer als auch Frauen. Im ähnlichem Stil ging es dann weiter. Wobei das Ausmaß der Zerstörungsgewalt unglaublich war. Z.Bsp war das Land um Cuchi, Dank der chemischen Angriffe, erst um 1985 wieder halbwegs fruchtbar. Von da an konnte auch erst der Dschungel wieder wachsen. Da war der Krieg bereits 15 Jahre vorbei. Gegen 14:30 kamen wir in Ho Chi Minh an und liefen direkt zum Kriegsmuseum. Angelockt von den Panzern, Haubitzen, Hubschraubern und Jets, lösten wir unsere Eintrittskarte. Ausserhalb des Museum gab es ein kleinen Bereich, indem die Tigerkäfige auf den Con Dao Inseln nachgebaut wurden. Da wollten wir ja ursprünglich hin. In so einem Käfig wurden bis zu 6 Häftlinge eingesperrt BILD Im Anschluss ging's ins Museum, was sicherlich sehr subjektiv dargestellt ist, aber auch nix für schwache Nerven ist. Durch sehr anschauliche Bilder und persönliche Geschichten war der Museumsbesuch einer der denkwürdigsten. Hier ein kleiner Eindruck BILD Abends traffen wir unsere Freunde aus Vinh Long wieder, tranken ein paar Bierchen und verdauten die Erlebnisse des Tages. Es war auch gut, dass wir Sie nochmal getroffen haben. Wir hatten überlegt nach Vun Tau weiterzureisen, aber der Franzose hat uns davon abgeraten. Stattdessen sollen wir gleich nach Mui Ne reisen. Später zog es uns noch in einen Club, den wir aber nach knapp 1Std wieder verließen...

19.1.14 06:10

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